

Vor allem für jüngere Künstlerinnen und Künstler ist der Kunstfonds mittlerweile die wichtigste bundesweite Fördereinrichtung geworden, da die Arbeitsstipendien – gerade in der Zeit nach der Ausbildung – einen finanziellen Freiraum schaffen, der für die Entfaltung der künstlerischen Qualität unerlässlich ist. Auch unterstützt der Kunstfonds oft unkonventionelle Veranstalter – darunter viele Kunstvereine, Galerien und Museen, die zunehmend in den Schatten der Event-Kultur geraten – in ihrem Bemühen, künstlerische Qualität zu zeigen. Besonders liegen dem Kunstfonds innovative, häufig spröde und schwer vermittelbare Projekte am Herzen.
In der Förderliste des Kunstfonds stehen viele bekannte Namen der jüngeren deutschen Kunstszene. Dies wäre noch kein Verdienst, wenn nicht das Jahr der Förderung berücksichtigt werden würde – hier zeigt sich, dass der Kunstfonds frühzeitig das Gespür für heranwachsende Talente hatte und die Förderung gezielt einsetzte. Mittlerweile sind die Stipendiaten der 80er und der frühen 90er Jahre – damals fast unbekannt – weltweit in wichtigen Ausstellungen und Biennalen vertreten, in großen Museen und Sammlungen präsent.
Mit zunehmender Enge in den öffentlichen Kassen wächst die Anspruchshaltung an den Kunstfonds. Wenn Sponsoren mangels Bekanntheit der hochqualifizierten Künstlerinnen und Künstler oder wegen des schwierigen Zugangs zu deren oft unbequemer Kunst zurückschrecken und ihre privaten Mittel nicht einsetzen, bleibt der Kunstfonds als Ansprechpartner immer wieder die einzige Hoffnung.
Die Förderung von innovativer zeitgenössischer bildender Kunst durch die Stiftung Kunstfonds hat sich als effektiv und unverzichtbar erwiesen. Dementsprechend wurden die zur Verfügung stehenden Bundesmittel – ermöglicht durch die Kooperation mit der Kulturstiftung des Bundes seit 2004 deutlich erhöht. Der Kunstfonds sieht dies als Bestätigung seiner bisherigen Arbeit und als Aufforderung, seine Anstrengungen fortzusetzen und zu intensivieren.
Die Arbeit des Kunstfonds ist in den Kulturdebatten des Deutschen Bundestages stets positiv gewürdigt worden. Unser Dank gilt den Mitgliedern des Bundestages, der zuständigen Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der KulturStiftung der Länder, der Kulturstiftung des Bundes und den Kultusministerien der Bundesländer für die fortdauernde Rückendeckung und Unterstützung, ohne die der Kunstfonds seine wichtige Aufgabe nicht erfüllen könnte.